Weiteres Umsatzplus im Online-Handel

Quelle: Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh)

14.07.2017

Die aktuellen Zahlen für das 2. Quartal 2017 der großen Verbraucherstudie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) bestätigen weiterhin einen enormen Wachstumskurs im Interaktiven Handel. Als starker Wachstumstreiber des Handels legt der Online-Handel für das 1. Halbjahr 2017 insgesamt mit einem Plus um 11,1 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 zu.
 
Zwischen April und Juni 2017 brachten die Verbraucher dem Online-Handel 2017 13.972 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 12.464 Mio. EUR inkl. USt) Brutto-Umsatz. Im gesamten Interaktiven Handel (Online- und klassischer Versandhandel) kauften im 2. Quartal 2017 die deutschen Verbraucher Waren für 15.011 Mio. EUR inkl. Ust (2. Q. 2016: 13.672 Mio. EUR inkl. USt). Demnach hat der Onlinehandel einen Anteil von 93 Prozent am Gesamtumsatz des Interaktiven Handels. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets, Downloads, Hotelbuchungen etc. verzeichnen einen Umsatz von 4.153 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 3.654 Mio. EUR inkl. USt) und damit ein Umsatzplus von 13,7 Prozent.
 
Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY/Blumen/Spielwaren/Auto+Motorrad+Zubehör, Hobby und Freizeitartikel)
Der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters stieg im 2. Quartal auf 1.812 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 1.623 Mio. EUR inkl. USt) um 11,6 Prozent. Es geht Richtung Frühling und Sommer und die Kunden werden wieder aktiver. Dies wirkt sich auch auf den Bereich DIY und Blumen aus. Dies bescherte dem 2. Quartal 2017 einen Online-Umsatz von 532 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 402 Mio. EUR inkl. USt) und stieg um 32,4 Prozent.
 
Warengruppen-Cluster „Einrichtung“ (Möbel/Deko/Heimtex/ Haushaltsgeräte)
In der Kategorie Möbel, Lampen & Dekoration zeigte sich sehr hohes Wachstumspotential. Hier stieg der Umsatz online im 2. Quartal 2017 um 33,9 Prozent auf 986 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 736 Mio. EUR inkl. USt).
 
Warengruppen-Cluster „Bekleidung inkl. Schuhe“
Die Kategorie Bekleidung ist nach wie vor bei deutschen Verbrauchern sehr beliebt. 2,9 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr belegen dies. Der entsprechende Umsatz erhöhte sich auf 2.586 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 2.513 Mio. EUR inkl. USt). Im 2. Quartal 2017 lag das Wachstum für den Bereich Schuhe bei 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erwirtschaftete einen Online-Umsatz von 868 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 850 Mio. EUR inkl. USt).
 
Warengruppen-Cluster „Täglicher Bedarf“ (Lebensmittel, Drogerie, Tierbedarf)
Verbraucher beschäftigen sich immer mehr mit dem Thema „Täglicher Bedarf“ im Online-Handel. Daher stieg das Gesamtvolumen des Warengruppen-Cluster um insgesamt 24,9 Prozent mit einem Gesamtumsatz von 948 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 759 Mio. EUR inkl. USt). Die steigende Akzeptanz für das Warensegment Lebensmittel bescherte dem 2. Quartal 2017 einen Online-Umsatz von 272 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 211 Mio. EUR inkl. USt) und stieg um 28,9 Prozent.
 
Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ (Bücher/Medien/PC/Homeelectronics/ Telekommunikation)
Die Warengruppe Computer, Zubehör und Spiele verzeichnete im 2. Quartal 2017 Umsätze von 1.191 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 919 Mio. EUR inkl. USt) und stieg auf 29,7 Prozent. Der Bereich Elektronikartikel und Telekommunikation wuchs online um auf 16,7 Prozent und verzeichnete einen Umsatz von 2.612 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 2.238 Mio. EUR inkl. USt). Die Online-Umsätze bei Büchern und E-Books gingen um -7,2 Prozent zurück und lagen bei 826 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 890 Mio. EUR inkl. USt).
 
Versendertypen im Interaktiven Handel: Multichannel-Versender holen wieder auf
Mit einem weiteren Wachstum von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Umsatz von 6.633 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 6.469 Mio. EUR inkl. USt) besetzten die Online-Marktplätze fast wieder die Hälfte der Gesamtumsätze. Im 2. Quartal zogen allerdings die Multichannel-Versender mit großen Schritten nach. Diese Kategorie wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 Prozent und erreichte einen Umsatz von 5.664 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 4.677 Mio. EUR inkl. USt). Darunter verzeichneten die Versender mit Herkunft aus dem stationären Geschäft ein über propotionales Plus von 27,5 Prozent. Die Umsätze lagen bei 2.363 Mio. EUR inkl. USt (2. Q. 2016: 1.854 Mio. EUR).
 
Die Branche setzte im Jahr 2016 im Privatkundengeschäft allein mit Waren rund 52,7 Milliarden Euro um. Der Online-Handel mit Waren hat daran aktuell einen Anteil von über 90 Prozent. Mit den guten Geschäftsergebnissen des Jahres 2016 und 1 Halbjahr 2017 im Rücken, erwartet der bevh in diesem Jahr für den interaktiven Handel insgesamt ein Wachstum von 8 Prozent auf ca. 61,7 Mrd. Euro. Für den E-Commerce-Bereich rechnet der bevh erneut mit einem klar zweistelligen Zuwachs um 11 Prozent auf rund 58,5 Mrd. Euro.

Über die Studie

Gemeinsam mit der GIM-Gesellschaft für Innovative Marktforschung führt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) zum fünften Mal in Folge die Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ durch. Von Januar bis Dezember 2017 werden 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter von über 14 Jahren telefonisch und per Onlinefragebogen zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (z. B. im Bereich Downloads oder Ticketing) befragt. Das Endergebnis der Studie wird Anfang 2018 nach Abschluss der Umfrage veröffentlicht. Die heute vorgelegten Zahlen basieren auf der Auswertung der Monate April bis Juni 2017.


Die Originalmeldung finden Sie hier.

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    Projekt: Ohne Systembrüche zu mehr Effizienz

    Branche: Elektronik & Technik

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